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Borreliose-Brief-Tage-Aktion: Ihre Fragen an das Nationale Referenzzentrum

Alle, die leider nicht in Berlin an der Protest-Demonstration im Rahmen des weltweiten Borrelioseprotests teilnehmen können, haben dennoch die Möglichkeit mit der Borreliose-Brieftage-Aktion aktiv zu werden.

Borreliose-Brief-Tag-Aktion: Schreiben Sie eine E-Mail, ein Fax oder  einen Brief an das Nationale Referenzzentrum und fragen Sie, was Sie schon lange mal fragen wollten.

Wir alle wissen: Wird eine Lyme-Borreliose nicht rechtzeitig erkannt, kann es zu schwerwiegenden, langwierigen Verläufen kommen. Die diagnostischen Möglichkeiten sind bei der Borreliose hoffungslos unzureichend. Auch wenn Borreliose in erster Linie eine klinische Diagnose ist, fehlt es an zuverlässigen standardisierten Testsystemen und Aktivitätsmarkern. Zuständig dafür ist seit Jahren das Nationale Referenzzentrum Borrelien (NRZ) unter der Leitung von Herrn Dr. Fingerle.

WICHTIG! Bitte schreiben Sie uns mit dem Betreff „NRZ“ an kontakt@onlyme-aktion.org, sobald Sie eine Antwort vom NRZ haben. Die Antworten interessieren sicher alle Betroffenen!

 

Hier haben wir für Sie ein paar Anregungen und eine Fragen-Sammlung zusammen gestellt.

Wann ist mit verbesserten, standardisierten Tests zu rechnen?

Woran scheitert bislang offenbar die Standardisierung der serologischen Borreliose-Tests?

Welche Tests sind eigentlich empfehlenswert? Welche nicht?

Weshalb wurden die Treffen des Forschungsnetzwerks Borreliose 2009 eingestellt?

Welche Kooperationen gibt es seitens des NRZ zu diagnostischen Laboren und Herstellern von Testkits?

Ohne positive Serologien wird in der Regel keine Diagnose eines späteren Stadiums gestellt. Welches diagnostische Vorgehen wird vom NRZ für Patienten empfohlen, deren Borreliose mit der Serologie nicht (mehr) nachweisbar ist, weil z. B. durch eine frühe unzureichende Therapie oder andere Ursachen die Antikörperproduktion gehemmt wurde?

Warum werden Labore, die in Ringversuchen schlecht abschneiden nicht namentlich genannt? Mit welchen Auflagen dürfen solche Labore weiterhin Borreliose-Testkits anbieten? Wer kontrolliert das? Werden Patienten, deren Borreliose-Serologien durch qualitativ schlechte Testanbieter durchgeführt wurden, informiert? Denken Sie, als Leiter des NRZ, dass Patienten ein Recht auf solche Informationen haben?

Warum empfiehlt das NRZ lediglich serologische Verlaufskontrollen zur Diagnostik von Frühmanifestationen und nicht auch ergänzend einen Immunoblot zur Verlaufskontrolle einer Spätmanifestation, obwohl sich nach Angaben des NRZ bei Frühmanistestationen eine Immunantwort gegen wenige Borrelienantigene, bei Spätmanifestationen dagegen ein breites Antigenspektrum findet?

Aus welchen Gründen wird der LTT nicht „offiziell“ als zusätzlicher Test herangezogen? Angeblich kommt es zu häufig zu falsch-positiven Ergebnissen – womit (Quellen) ist diese Aussage validiert? Welche Faktoren lösen einen falsch-positiven LTT aus?

Im Meldebogen zur Lyme-Borreliose vom 23.01.13 wird die chronische Borreliose aufgeführt. Unter Chronifizierung versteht man die dauerhafte Präsenz einer Erkrankung ohne Aussicht auf vollständige Heilung. Gibt es eine chronische Borreliose?

Wann wird das NRZ Tests entwickelt haben, die eine aktive von einer abgelaufenen Borrelien-Infektion zuverlässig unterscheiden können? Wurde mit solchen Projekten bereits begonnen? Wie ist der Stand der Dinge?
Entwickelt man beim NRZ Tests, um Co-Infektionen sicher diagnostizieren zu können? Könnte ein Borreliose-Test entwickelt werden, der auch gleich Co-Infektion entdeckt, und falls ja, was wäre da möglich?

Die Meldedaten zur Meldepflicht werden vom NRZ ausgewertet. Zur Erfüllung der Falldefinitionen einer akuten Borreliose ist ein Erythema migrans ausreichend; dennoch werden diese Fälle labordiagnostisch bestätigt. Die Anzahl der übermittelten, labordiagnostisch bestätigten Fälle nimmt gegenüber der Anzahl der lediglich klinisch bestätigten Fälle ab. Der Anteil der labordiagnostisch bestätigten Fälle von früher Neuroborreliose nimmt zu, während die Mehrheit der Fälle weiterhin nicht die labordiagnostischen Kriterien der Falldefinition erfüllt. Welche Erklärung gibt es für diese Diskrepanzen, Herr Dr. Fingerle?

Fällt ein LTT während einer antibiotischen Therapie anders aus?
Je nach Erreger und Krankheit ist bei einer Meldepflicht von Untererfassung in unterschiedlicher Höhe auszugehen. Wie hoch wird vom NRZ die Erfassung in Bezug auf Vergleichsuntersuchungen (Capture-Recapture-Methode) bei Borreliose geschätzt?

Aus welchen Gründen befürwortet das NRZ die Zweistufendiagnostik?
Kann der ELISA, kann der Immunoblot die aktuelle Borreliose-Krankheitsaktivität zuverlässig nachweisen?

Was spricht nach Meinung des NRZ gegen die Dunkelfeldmikroskopie und die Focus floating microscopy?

Auf welcher Basis (Quellen) antworten Sie, Dr. Fingerle, auf die Frage: „Wird jeder krank, der mit Borrelien infiziert wurde?“ folgendermaßen: „Nein, nur 0,5 bis 5 Prozent der Menschen, die von einer Zecke gestochen wurden, bekommen Symptome.“ Haben Sie dabei auch die Langzeituntersuchungen von Hassler und Petersen berücksichtigt?
Was hält man beim NRZ von dem neuen SpiroFind-Test?

 



One comment

  1. Pingback: Fragen an das NRZ zum Borreliose-Brief-Tag | OnLyme Aktion


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