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Borreliose: „Die Seuche des 21. Jahrhunderts?“ – Vortrag Dr. Klinghardt

Am 14. November 2012 hielt Dr. med. Dietrich Klinghardt einen Vortrag im Audimax der Uni Freiburg. Veranstalter war das INK – Institut für Neurobiologie nach Dr. Klinghardt. Im gut besuchten Hörsaal lauschten Ärzte, Heilpraktiker, Medizinstudenten und Patienten dem spannenden Vortrag von Dr. Klinghardt über die „Seuche des 21. Jahrhunderts“. OnLyme-aktion.org-Mitglied Christian hat für uns und die interessierten Leser den Vortrag zusammengefasst.
Vielen Dank! 🙂

Borrelien – Ursache verschiedenster Erkrankungen

Borrelien sind weltweit die am weitesten entwickelten Keime und seien am häufigsten im Schwarzwald anzutreffen. Wer sich einmal mit Borrelien infiziert hat, leidet ein Leben lang unter den Immunreaktionen auf den Erreger.

Bei über 90 % der Patienten, die an einem Chronischen Erschöpfungssyndrom (Chronic Fatique Syndrom) leiden, fänden sich Borrelien, so Klinghardt. Ebenso bei einem Großteil aller Fibromyalgie-Patienten. Besonders gravierend aber ist der Zusammenhang bei Morbus Parkinson. Dr. Klinghardt berichtet ihm sei kein Parkinson-Patient bekannt, bei dem nicht auch Borrelien nachweisbar wären. Bei der Alzheimer-Erkrankung bestehe ein enger Zusammenhang mit Bakterien und Viren wie beispielsweise Borrelien, Herpes, Chlamydia pneumoniae oder Mykoplasmen. Auch bei ALS, Autismus, Krebs und psychiatrischen Erkrankungen gebe es Hinweise auf einen Zusammenhang mit Borrelien und Co-Infektionen. Oft verstecke sich eine Infektion auch hinter einem Burn out. Lupus, eine Autoimmunerkrankung, spreche sehr gut auf eine Borreliose-Therapie an, erklärt Dr. Klinghardt. Die Symptome einer Multiplen Sklerose seien absolut identisch mit denen einer Neuroborreliose. Dr. Klinghardt sieht in der Multiplen Sklerose das fortgeschrittene Stadium einer Borreliose.

Im weiteren Verlauf geht Dr. Klinghardt auf die vielseitigen Symptome, die Schwierigkeiten der Diagnostik und die verschiedenen Erkrankungsstadien ein. Überträger der Borrelien seien neben Zecken auch Bremsen, Mücken und Flöhe. Ebenso kann eine Übertragung durch Bluttransfusionen, Geschlechtsverkehr oder während der Schwangerschaft und Stillzeit von der Mutter auf das Kind erfolgen.

Borreliose und häufige Co-Infektionen

Übertragen werden oft noch andere Erreger wie Ehrlichien, Rickettsien, Bartonellen, Mykoplasmen oder Babesien (eine Mutation des Malaria-Erregers). Häufige Symptome einer Babesien-Infektion sind Nachtschweiß, Kopfschmerzen, blaue Flecken ohne ersichtlichen Veletzungsgrund, trockener Husten, Tinnitus, neurologische Störungen oder plötzliche Verhaltensänderungen wie Wut und Verzweiflung. Bartonellen, die auch durch Katzen übertragen werden können, verursachen schwere Gelenk- und neurologische Probleme, Zwangsverhalten, aber auch den sogenannten „Brain-Fog“ (Gehirnnebel), der sich durch Denkstörungen und Gedächtnislücken äußert. Ehrlichien, die häufig mit Schmerzen verbunden sind, sprechen als einzige der Co-Infektionen gut auf Antibiotika an. Schwer zu diagnosizieren sind dagegen Mykoplasmen.

Borreliose – erst behandeln, dann diagnostizieren

Es konnte beobachtet werden, dass Patienten erst im Laufe der Behandlung Antikörper entwickelten und die ursprünglich negativen Antikörper-Tests plötzlich positiv wurden. Deshalb empfiehlt Dr. Klinghardt zunächst das Ansprechen auf eine Behandlung zu beobachten. Studien zeigten dabei deutliche Vorteile einer Langzeitbehandlung mit Antibiotika, wie sie die ILADS empfiehlt, gegenüber der von der IDSA empfohlenen Kurzzeitbehandlung.

„Ich bin kein Gegner der antibiotischen Protokolle“, so Dr. Klinghardt. „Ich habe Patienten gesehen, denen diese Protokolle unheimlich geholfen haben, die wieder aus dem Rollstuhl aufgestanden sind und von ihrer ‚MS‘ oder ‚ALS‘ geheilt waren. Wir wissen aber trotzdem, dass viele Patienten unter Antibiotika-Gabe nicht gesund werden. Deswegen habe ich mich verpflichtet gefühlt andere Wege zu finden.“

Zur Behandlung empfiehlt Dr. Klinghardt daher eine Kombination von Rife-Maschinen/energetischer Medizin, psychologischer Arbeit (sehr wichtig!) z.B. durch Mentalfeldtherapie und den Klinghardt-Lyme-Cocktail. Dieser Cocktail besteht aus einer Mischung verschiedenster antibakterieller Substanzen mit dem sich bereits große Erfolge erzielen ließen. Besondere Bedeutung kommt in diesem Cocktail dem Wermutsextrakt Artemisinin zu, das etwa 400 mal so stark ist wie Artesemia annua und gegen Würmer, Hepatitis B und C, Zytomegalie, Toxoplasmose, Pilze und Bakterien wie Borrelien wirkt. Der Lyme-Cocktail sollte liposomal getrunken werden, das heißt, er wird für 12 – 15 Minuten mit einem Ultraschallgerät beschallt. Dadurch, so Klinghardt, würden die Substanzen besser absorbiert und können in den Zellen besser aufgenommen werden. Biofilme kommen schlechter zur Geltung. Sehr effektiv bei der Behandlung einer Borreliose sei auch Bienengift, das er in schweren Fällen bei ‚MS‘- oder ‚Parkinson‘-Patienten einsetzt.

Am Ende des interessanten Vortrags wurde eine Probandin aus dem Publikum kinesiologisch ausgetestet und erhielt einen Therapievorschlag. Abschließend beantwortete Dr. Klinghardt noch Fragen aus dem Publikum.

Bei der Erstellung dieser Zusammenfassung waren wir um größtmögliche sachliche Richtigkeit und Wiedergabe bemüht. Eine Gewähr für die enthaltenen Angaben übernehmen wir nicht.

An dieser Stelle nochmals ganz herzlichen Dank an unser Vereinsmitglied Christian, der uns an diesem überaus interessanten Vortrag teilhaben ließ.

 



6 comments

  1. Toller Bericht! Dann kann ich mit meiner MS+Neuroborreliose die besten Hoffnungen haben, wieder gesund zu werden! 🙂

  2. „Studien zeigten dabei deutliche Vorteile einer Langzeitbehandlung mit Antibiotika, wie sie die ILADS empfiehlt, gegenüber der von der IDSA empfohlenen Kurzzeitbehandlung.“

    Das wäre schön, wenn dem so wäre. Leider zeigen die allgemein anerkannten Studien diese Vorteile eben genau NICHT, also imho eine sehr unseriöse Aussage.

  3. Hallo Oskar,

    von welchen Studien redest du denn, die von der IDSA anerkannten Studien???
    Klar zeigen die das nicht… würde ja gegen Ihre ganzen Empfehlungen sprechen.

    Wenn du aber die ILADS Studien bzw Ärzte meinst, wie zB Sapi u.a. Biofilme beweist usw usw.
    dann muss ich sagen, dass du mit deiner Aussage absolut falsch liegst

  4. Biofilme sind doch ein ganz anderes Thema. Ich rede von der erwiesenen Wirkung längerer Antibiotika-Therapien. Und es gibt leider einfach keine in der Wissenschaft(!) anerkannte (also in einem renommierten Journal veröffentlichte, ‚peer-reviewte‘) Studie mit derartigen Ergebnissen. Warum das so ist, und vor allem warum die Ilads-Heinis nicht in der Lage sind das mal selber anzugehen, sollte einem wirklich zu denken geben.

    Ich wurde selbst 2009 eindeutig (mit direktem Erregernachweis im Knieergusspunktat) diagnostiziert und wurde 2x mit Ceftriaxon je 3 Wochen behandelt, und ich bin immer noch ein Schatten meiner selbst. Ich weiß also sehr gut, dass die Ärzte von dieser Krankheit nicht den Hauch einer Ahnung haben (aber sehr gerne den Mund aufreissen um einem zu sagen, man hätte einen an der Waffel).

    Aber irgendwelche Wald-und-Wiesen-Studien oder Leute die solche Dinge behaupten wie Klinghardt nützen uns überhaupt nichts. Was wir brauchen ist seriöse Forschung, keine Gurus.

  5. Hallo oskar,

    natürlich gibt es Studien, auf Anhieb fällt mir diese aus Deutschland ein:
    http://www.umg-verlag.de/umwelt-medizin-gesellschaft/209_kh_z.pdf

    Auch in den USA gibt es Studien dieser Art.
    Das Problem ist doch viel mehr, dass diese Studien von der IDSA ignoriert werden, das hat überhaupt nichts mit Dr. Klinghardt zu tun.

    Stattdessen verweist die IDSA auf die Klempner-Studie, die, wie sich mittlerweile herausgestellt hat, schwere wissenschaftliche Fehler aufweist: http://www.verschwiegene-epidemie.de/2012/08/borreliose-fatale-fehler-in-der-klempner-studie-neue-analyse-veroffentlicht/

    Viele Grüße,
    Christian

  6. Hallo Leute.
    Habt Ihr schon mal was von „Patheromo“ gehört??? Soll angeblich sehr gut wirken.
    Außerdem solls in England das „Kip. 500“
    den ähnlichen Wirkstoff haben.i


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