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Borreliose: Patienten treten im Mai 2016 erneut für bessere medizinische Versorgung ein

Es ist fast schon eine liebgewonnene Tradition. Jahr für Jahr, seit Gründung des Aktionsbündnisses OnLyme-Aktion.org im Jahr 2012, gehen die Mitglieder – zusammen mit anderen Betroffenen – auf die Straße. In verschiedenen Städten bauen sie Info-Stände auf, informieren die Interessenten über die Gefahren, die bundesweit durch Zecken drohen und sprechen mit Patienten, Ärzten und Angehörigen über die immer noch skandalösen Zustände im Bereich zeckenübertragener Infektionen wie der häufigen Lyme-Borreliose.

Inzwischen gibt es erste Daten für die Veranstaltungsorte und -zeiten. Weitere werden in den kommenden Wochen folgen. Daher bittet OnLyme-Aktion.org alle Interessierten, hier immer mal wieder auf den Artikel zu klicken, denn die weiteren Orte und Zeiten werden in den nächsten Wochen nach und nach in diesem Artikel zu finden sein.

Lyme-Borreliose-Aktionstage im Mai 2016

Berlin – Aktionstag
Samstag, 07.05.2016
. Infostand in der Zeit von 10 bis 16 Uhr
Ort: Fußgängerzone Wilmersdorfer Straße in Berlin-Charlottenburg
Kontakt: borrelioseprotest-berlin@web.de

Hamburg – Aktionstag
Samstag, 07.05.2016.
Zeit: Infostand von 10 Uhr bis 17 Uhr
Ort: Fußgängerzone Spitalerstr./Ecke Kurze Mühren, Nähe Hbf.
Kontakt: borrelioseprotest.hamburg@web.de

Saarbrücken – Aktionstag
Samstag, 21.05.2016. Zeit: Infostand von 10 Uhr bis 16 Uhr
Ort: Fußgängerzone Bahnhof-/Reichsstraße in Höhe Europagalerie
Kontakt: bonin.petra@gmx.de

Mainz – Aktionstag
Samstag, 28.05.2016. Zeit: Infostand von 10 Uhr bis 16 Uhr
Ort: Auf dem Leichhof (von der Schöfferstraße kommend, linke Seite zwischen den Bäumen)
Kontakt: bonin.petra@gmx.de

Leipzig – Aktionstag
Samstag, 21.05.2016. Zeit: Infostand von 9.30 Uhr bis 15.00 Uhr
(8. Leipziger Selbsthilfe- und Angehörigentag)
Ort: Universität Leipzig, Sportwissenschaftliche Fakultät, Jahnallee 59 (auf der Freifläche zwischen Testfeld und Schwimmhalle)
Kontakt: borrelioseprotest-leipzig@web.de

Letztes Jahr führte übrigens die Berliner Aktion auch zu Kontakt mit Berliner Politikern. An dieser Stelle schon mal ein großes Dankeschön  🙂 an die unermüdlichen Patienten, die trotz eigener Einschränkungen nicht müde werden, auf die Missstände hinzuweisen.

Fakt ist: Mehr als 30 Jahre nach Entdeckung des bakteriellen Krankheitserregers gibt es immer noch keine zuverlässige standardisierte Diagnostik, keinen humanen Impfstoff, zu wenig Forschung und keine Therapie, die die Krankheit zuverlässig heilen kann. Das, so eine Sprecherin von OnLyme-Aktion.org, sei angesichts der steigenden Gefahr für die Bevölkerung durch Zeckenstiche, nicht mehr hin zu nehmen.

Zecken – sie lauern bereits vor der Haustür

Erst kürzlich hatte die Universität Hohenheim zum wiederholten Mal bei einer Untersuchung feststellen müssen, dass jeder Mensch, der aus der Haustür tritt, sich in den Lebensraum der Zecken begibt. Angesichts des Klimawandels und des veränderten Freizeitverhaltens riskieren immer mehr Menschen, durch Zecken – oft unbemerkt – mit Krankheitserregern infiziert zu werden. Generell zeige die Zeckenforschung, dass die Parasiten ausgesprochen unberechenbar sind. „Alte Weisheiten, zum Beispiel dass Zecken nur im Sommer aktiv sind, gelten nicht mehr. Heute finden wir das ganze Jahr über aktive Zecken“, erklärt Prof. Dr. Mackenstedt von der Uni Hohenheim.

Zecken übertragen viele verschiedene Krankheitserreger

Die Bandbreite der Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden, sei größer als oft bekannt, führt Dr. Rainer Oehme vom Landesgesundheitsamt Stuttgart aus. Zecken können Viren, Bakterien und auch Parasiten wie z. B. Babesien übertragen und es kommen weitere neu-entdeckte Krankheitserreger hinzu. Erst in jüngster Vergangenheit wurde zwei neue Pathogene gefunden: Candidatus Neoehrlichia mikurensis und Borrelia miyamotoi. Ersterer kann nach Angaben im Deutschen Ärzteblatt sogar tödlich wirken; er sorgt für Gefäßverschlüsse wie Thrombosen und Embolien. Letzterer erzeugt eine Art Rückfallfieber – nur vereinzelt zeigten die Patienten eine Wanderröte als äußeres, sichtbares Merkmal. Wie bei allen zeckenübertragenen Erkrankungen macht bereits die Diagnose große Schwierigkeiten, da die Symptome von Ärzten aufgrund ihrer unspezifischen Natur leicht fehlinterpretiert werden können.

Wie man sieht, ist es dringend notwendig, über die Gefahren zu informieren, die von den winzigen Spinnentieren ausgehen.

 

 

 

 



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